Das Steinmüller-Universum

Anmerkungen zur Entstehung und Entwicklung eines Zyklus

von Erik Simon

Nichts hält so lange wie ein Provisorium, und so hat sich auch die zunächst nur provisorisch verwendete Bezeichnung für jene Werke von Angela und Karlheinz Steinmüller, die als Hintergrund einen wenn nicht einheitlichen, so doch kohärenten Weltentwurf haben, bis heute gehalten und gefestigt. Und es ist eine durchaus passende Bezeichnung, wie sich im Laufe der Entwicklung jenes Zyklus gezeigt hat (und sich im Laufe dieses Artikels alsbald zeigen wird). Denn obwohl die Handlung einen Zeitraum von über zwei Jahrtausenden umfasst und einige Erzählungen Ausblicke in noch viel fernere Zukünfte andeuten, haben wir hier keine Future History im herkömmlichen Sinne, eher schon mehr als nur eine: Wir haben ein Universum.

Die Rede ist von sieben Büchern, die zunächst einmal in der Reihenfolge ihrer Erstveröffentlichung (ungeachtet älterer Bestandteile und späterer Überarbeitungen) aufgezählt sein sollen: Andymon (Roman, 1982), Pulaster (Roman, 1986), Der Traummeister (Roman, 1990), Warmzeit (Erzählungen, 2003), Spera (Roman in Erzählungen, 2004), Die Wurmloch-Odyssee (Mosaikroman, 2014) und Sphärenklänge (Erzählungen, 2019). Die Chronologie der Handlung weicht davon teilweise ab – sie hat sich erst nach und nach in dem Maße ergeben, wie ursprünglich isolierte Teile dieses Universums sich sowohl in sich entfalteten als auch zusammenwuchsen. Denn – um eine Paraphrase der Steinmüllers wiederum zu paraphrasieren [1] – niemand hatte die Absicht, einen Zyklus zu schreiben, der solch ein Universum aufspannt. Zumindest nicht anfangs, als weitgehend unabhängig voneinander die vier Keimzellen des Zyklus entstanden.

Den Anfang bildeten Raumfahrt- und Robotergeschichten in jener nie überholten Machart, die sich auf angloamerikanische Klassiker des Genres wie Asimov, Clarke und Simak zurückführen lässt, ja sogar bis in die Dreißigerjahre auf Weinbaum. Die meisten davon erschienen zunächst nur unter dem Namen von Karlheinz, obwohl Angela schon Etliches dazu beigetragen hatte, so 1977 in dem Band Der letzte Tag auf der Venus, und sie spielten größtenteils innerhalb unseres Sonnensystems. Einen Fokus fanden sie 1984 in der Erzählung »Korallen des Alls«, die unter Raumfahrern im »Belt« spielt, also im Planetoidengürtel, wo zwar nicht gleich eine neue Zivilisation, wohl aber eine neue Lebensweise entstanden ist. Ebendort sind einige weitere in den Siebziger- und frühen Achtzigerjahren verfasste Erzählungen angesiedelt, und viele der anderen frühen Raumfahrtgeschichten lagern sich diesem Kern zwanglos an.

Unterdessen war mit dem Roman Andymon, dem ersten erklärtermaßen von beiden Steinmüllers gemeinsam verfassten Buch, der zweite Keim ihres Universums aufgetaucht – zunächst ohne jeden Zusammenhang mit den erwähnten Erzählungen. Das Buch trägt den Untertitel »Eine Weltraum-Utopie«, und das ist es nicht nur im Sinne eines positiven (und phantastischen) Gesellschaftsentwurfs, sondern auch im ganz wörtlichen, handelt es doch an – und von – einem u-topos, einem Nicht-Ort. Dabei ist es eindeutig Science Fiction, denn jener Nicht-Ort ist ein riesiges interstellares Raumschiff, das Jahrhunderte oder Jahrtausende unterwegs war, von einer künstlichen Intelligenz gesteuert, ehe es kurz vor dem Ziel seine Besatzung aus mitgeführten, tiefgefrorenen befruchteten Eizellen »ausbrütet«, von Maschinen gebären und von Robotern aufziehen lässt. Der Roman handelt von Kindheit und Jugend dieser Schiffsgeborenen und davon, wie sie den Zielplaneten terraformieren und zu besiedeln beginnen.

Sie entwickeln dabei verschiedene Lebensentwürfe und verteidigen deren Vielfalt. Das freie Nebeneinander dieser Entwürfe, die allumfassende Aufbruchstimmung des Neubeginns ist das eigentlich utopische Element des Romans (unbeschadet der originellen technischen Raumfahrtutopie), und es funktioniert so gut, weil die Welt dieser Utopie, das Schiff und der Planet Andymon, gegen die irdische Welt mit ihren zahllosen Unwägbarkeiten isoliert sind – räumlich sowieso, und zeitlich dadurch, dass die Siedler zwar über fast das ganze Wissen der Menschheit verfügen, die Informationen aber mit dem Jahr 2000 abrupt enden; auch über die Vorgeschichte ihres Siedlungsprojekts und darüber, welche Zwecke die Erbauer des Schiffes verfolgten, wissen sie nichts. Es versteht sich damit von selbst, dass zwischen Andymon und den in einer relativ nahen Zukunft im Sonnensystem spielenden Raumfahrtgeschichten der Steinmüllers zunächst keinerlei Verbindungen bestanden.

Wiederum deutlich abgesetzt, wenn auch nicht ganz so strikt separiert war die dritte Quelle des Steinmüller-Universums, der Roman Pulaster. Obwohl die ganze Handlung auf dem gleichnamigen, von intelligenten Sauriern bevölkerten Planeten spielt, kommt im Hintergrund recht deutlich die Flotte ins Bild, die mit ihren interstellaren Schiffen und Stützpunkten eine menschliche, aber von der Erde unabhängige Zivilisation mit einer eigenen, sehr spezifischen Lebensweise bildet. Die Lebensweise ergibt sich vor allem daraus, dass die Schiffe mit maximal einem Drittel der Lichtgeschwindigkeit fliegen und die Besatzung große Teile des Fluges in Anabiose zubringt; zusammen mit Zeitdilatations-Effekten führt das zum Zusammentreffen von Abkömmlingen verschiedener Jahrhunderte und zu besonderen Formen der individuellen Lebensplanung. Dieser Hintergrund nun spannt mit der Geschichte der Flotte schon eine Jahrhunderte umfassende historische Perspektive auf, auch Entwicklungen auf der Erde finden Erwähnung. Mehrfach wird auf den Belt Bezug genommen, wo Schiffe der Flotte gebaut werden und woher eine der Hauptpersonen stammt; so entsteht eine erste zeitliche Querverbindung im Zyklus.

Bemerkenswert ist, dass alle Kerne des Steinmüller-Universums in der ersten Hälfte der Achtzigerjahre entstanden (mit einem Vorlauf in den Siebzigern), dies gilt auch für den vierten, die 1980 verfasste und 1984 veröffentlichte Erzählung »Der Trödelmond beim Toliman«. Auf der fremden Welt, auf der ein Raumfahrer von der Erde den Abflug seines Schiffes verpasst, wimmelt es von allen möglichen exotischen Arten von Aliens und märchenhaften SF-Artefakten; Das, sollte man meinen, kann schwerlich dieselbe Zukunft, dasselbe Universum sein wie jenes, in dem die Flotte brav im Unterlichtbereich fliegt und die Saurier auf ihrem abgelegenen Pulaster die einzigen intelligenten Außerirdischen zu sein scheinen – während der außerirdisch stark frequentierte Toliman, auch bekannt als Alpha Centauri, ja gerade vor der Haustür der Erde liegt. Doch der Schein trügt, wie es ja seine Art ist, und es konnte bewiesen werden, dass die Raumzeit des Steinmüller-Universums – vor allem auf der Zeitkoordinate – auch dafür Platz hat.

Zunächst jedoch begann einer der anderen Keime zu wachsen, und zwar einer, von dem man es wegen seiner Isolation wohl am wenigsten erwartet hätte: Just der feste Platz, den Andymon im Schaffen der Steinmüllers hat, verhindert seine weitere sujetmäßige An- und Einbindung, die das Wesen der Utopie einschränken, wenn nicht beschädigen würde. Doch die Autoren haben dieser Welt ein Pendant gegeben – einen anderen Planeten namens Spera, der von einem anderen, aber ebensolchen Schiff erreicht wird, mit demselben Ziel der Besiedlung und offensichtlich auch mit einer ähnlichen genetisch-sozialdynamischen Prädisposition der Schiffsgeborenen. (Sogar manche von den an diverse Alphabete angelehnten Personennamen aus Andymon tauchen später auf Spera als Geschlechternamen wieder auf.) Dort nun loten sie einen anderen, logisch naheliegenden und in der SF traditionsreichen Aspekt aus, den der lost oder auch fallen colony. »Verloren« ist die Kolonie per definitionem, da ja keinerlei Kontakt zu anderen Welten besteht; und dass auch ein paar Tausend Siedler keine hochtechnisierte Zivilisation aufrechterhalten können, ist der wahrscheinlichste Fall. Auf Spera tritt er ein, begünstigt durch einen irrationalen Drang der Siedler »zurück zur Natur« (der sich übrigens auch bei einer der Gruppen auf Andymon andeutete) und durch die von ihnen schlicht übersehene Tatsache, dass es auf dem Planeten eine einheimische gestaltwandlerische Lebensform gibt, die schließlich sogar Menschen zu imitieren lernt.

Die Steinmüllers haben nahezu gleichzeitig die ersten auf dem Planeten Spera angesiedelten Erzählungen geschrieben – zuerst erschienen 1985 in Anthologien »Die Herren des Planeten«, »Der Held im Gläsernen Berg« und »Das Wunderelixier« – und an dem ebenda spielenden Roman Der Traummeister gearbeitet. Der Roman wurde 1990 veröffentlicht (mit erheblicher Verspätung, die größtenteils auf das Konto des von den Autoren gewünschten Illustrators ging); die Zahl der Erzählungen wuchs danach weiter und komplettierte sich schließlich zu Spera, dem 2004 veröffentlichten Roman in Erzählungen. Darin wird nun wahrlich genug Historie ausgebreitet (nur eben keine irdische oder universale Zukunftsgeschichte); die Geschichten umfassen vom Niedergang der Kolonie über Barbarei und Mittelalter bis zu einer Renaissance und der Wiedergewinnung der Raumfahrt einen Zeitraum von gut tausend irdischen Jahren. Science Fiction sensu stricto wechselt sich mit Märchen und Legenden ab, wodurch auch Fantasy-Elemente in das Buch kommen, und nicht nur diese Mischung, sondern auch die zwischen die Erzählungen eingefügten kurzen, vignettenhaften Momentaufnahmen lassen an Struktur und Atmosphäre von Bradburys Mars-Chroniken denken. (Der Traummeister, dessen Handlung nur ein paar Monate umfasst, ordnet sich in den Weltentwurf und seine Historie nahtlos ein.)

Und was Andymon – zumindest in dem von der bekannten Chronologie der Relativistischen Flotte erfassten Zeitraum – nicht vergönnt ist, widerfährt dem Planeten Spera: Ihn erreicht, als er gerade in die frühe Neuzeit der Siedlergeschichte eingetreten ist, ein anderes Raumschiff – wie man sich aus Details in Spera und im Traummeister zusammenreimen kann, ein Erkundungsschiff der Relativistischen Flotte mit einer Pilotin, die eine Bruchlandung auf dem Planeten überlebt, aber (anders als ihr abstürzendes Schiff) unbemerkt bleibt und nur sehr indirekt auf die Geschichte Speras einwirkt. So wird ein Bindeglied zwischen zwei ansonsten separaten Domänen des Steinmüller-Universums konstituiert.

Eine andere solche Querverbindung schufen die Steinmüllers mit ihrer Erzählung (oder, wenn man so will, Skizze) »Das Auswandererschiff«, die 1999 den Abschluss ihres Sachbuches Visionen 1900 · 2000 · 2100 bildete. Darin wird geschildert, wie Ende des 21. Jahrhunderts eins der riesigen Siedlerschiffe zum Start vorbereitet wird. [2] Der Text rückte dann folgerichtig ans Ende des Bandes Warmzeit, der im 21. Jahrhundert spielende Erzählungen versammelt – sowohl die schon erwähnten Geschichten von Raumfahrt im Sonnensystem als auch etliche nicht unmittelbar damit verbundene, aber kompatible Begebenheiten auf der Erde, wo eine Vielfalt von technischen, biologischen und sozialen Neuerungen befürchten lässt, dass das traditionell-humanistisch geprägte Wesen des Menschen sich auflöst, zerfasert – das Siedlungsprojekt soll dem »wahren«, natürlichen Menschen fernab dieser Anfechtungen eine Überlebenschance bieten. (Die Andymonier und Speraner scheinen davon nichts zu wissen, doch erklärt sich auf diese Weise zwanglos, warum man ihnen das Wissen um die Zeit nach dem Jahr 2000 vorenthalten hat.[3])

Dass schließlich auch »Der Trödelmond beim Toliman« einen Platz im Steinmüller-Universum fand, geht zu einem wesentlichen Teil auf meine Initiative zurück: Ich habe diesen Text schon bei seinem Erscheinen für den idealen Einstieg zu einem Roman oder einem Zyklus in einem bunten, exotischen Universum gehalten, und als eine von Olaf R. Spittel konzipierte Anthologie etlichen DDR-Autoren vorschlug, sich vom Trödelmond inspirieren zu lassen, schrieb ich eine Fortsetzung, die zunächst das weitere Schicksal des Schiffes schilderte, wo man viel zu spät bemerkt hat, dass ausgerechnet der Navigator abgängig ist. [4] Dass ich dabei allerlei Realien aus der Welt der Relativistischen Flotte erwähnte und sogar eine Randfigur aus Pulaster übernahm, war zunächst vor allem dem Spieltrieb geschuldet, aber die Steinmüllers haben beides – die Fortsetzung der Geschichte und die Anbindung an ihr Universum – aufgegriffen, und das Ergebnis war unser Mosaikroman Die Wurmloch-Odyssee, der einerseits das weitere Schicksal des zurückgebliebenen Navigators, andererseits das seines Schiffes verfolgt und in einer Episode sogar eine der Siedlerwelten ins Bild setzt. Logischerweise muss die Epoche der auch nicht ganz einfachen, aber jedenfalls viel schnelleren interstellaren Reisen durch Wurmlöcher nach der Blütezeit der Relativistischen Flotte liegen; letztere kommt aber immer noch als prägende Vorgeschichte vor – und mitunter als Gegenstand der Nostalgie. Dass Zeit und Kosmos der Wurmlochfahrer dennoch eher eine Nebenströmung im Steinmüller-Universum geblieben sind, liegt nicht an einem Mangel an Querbezügen, sondern an der doch deutlich anderen Atmosphäre – Die Wurmloch-Odyssee mit ihrem humoristisch-satirisch-parodistischen Duktus ist, wie der Untertitel verrät, keine Space Opera, sondern »Eine Weltraum-Operette«.

Das eigentliche Zentrum des Steinmüller-Universums, die Welt der Relativistischen Flotte, war lange Zeit nur durch den Roman Pulaster vertreten (dazu noch durch die Erzählung »Ritus der Vergänglichkeit« (1979), die zu den Frühwerken der Steinmüllers gehört, aber schon im Roman durch Erwähnung ihrer Protagonisten einbezogen wurde). Das hat sich nun mit dem jüngsten Band in der Werkausgabe der Steinmüllers, Sphärenklänge, geändert. Die insgesamt zwölf Erzählungen begleiten die Entwicklung der Relativistischen Flotte vom 23. bis ins 31. Jahrhundert – bis kurz vor die in Pulaster geschilderten Ereignisse. Damit gewinnt auch diese Provinz des Steinmüller-Universum eine Zeitdimension, und es entsteht in der Tat so etwas wie eine Future History – allerdings eine partielle, beschränkt auf Angelegenheiten und Aktionsbereich der Flotte. In zwei der Geschichten spielt das Thema der Siedlerschiffe und -welten eine zentrale Rolle; eine davon greift punktuell ins 43. Jahrhundert aus (auch die Besiedlung von Spera und Andymon erfolgt ganz unabhängig von der Relativistischen Flotte erst nach Fabius Grossers Abenteuern auf Pulaster); zwei andere bieten zwei kurze Ausblicke in noch fernere, nicht mehr konkret datierte Zeiten. Ein Anhang »Zur Chronologie der Relativistischen Flotte« in Sphärenklänge stellt das ausführlicher dar.

Von den bisher erschienenen neun Bänden der Steinmüller’schen Werkausgabe spielen nur zwei, Computerdämmerung (Band 6, 2010) und Leichter als Vakuum (Band 8, mit E. Simon, 2017), außerhalb des Steinmüller-Universums. Die Bände 1 bis 5 und 7 sind in der chronologischen Ordnung der Handlung erschienen – freilich mit der Besonderheit, dass die drei auf den Siedlerwelten Andymon beziehungsweise Spera spielenden Romane nicht nach der Handlung auf jenen Planeten eingeordnet sind, sondern nach dem Start der Schiffe. Das hat insofern Sinn, als die Besatzungen ja erst nach jahrhundertelangem Flug auf ebenjenem technischen Niveau beginnen, welches die Autoren für 2100 annehmen; für die Siedler existiert die Zeitspanne dazwischen praktisch nicht. Sphärenklänge, der vorerst letzte Band, setzt zwar ziemlich früh in der Geschichte der Relativistischen Flotte ein, reicht aber mit den beiden letzten Erzählungen am weitesten in die Zukunft. Es ergibt sich also folgende chronologische Ordnung der Bände:

Band 1: Warmzeit. Geschichten aus dem 21. Jahrhundert
Siedlerwelten (Startpunkt, die eigentliche Handlung findet viel später statt):
Band 2: Andymon. Eine Weltraum-Utopie
Band 3: Spera. Ein phantastischer Roman in Erzählungen
Band 4: Der Traummeister. Ein Spera-Roman
Band 9: Sphärenklänge. Geschichten von der Relativistischen Flotte (der Großteil der Erzählungen)
Band 5: Pulaster. Roman eines Planeten
Band 7: Die Wurmloch-Odyssee. Eine Weltraum-Operette
Band 9: Sphärenklänge. Geschichten von der Relativistischen Flotte (die Erzählungen am Schluss des Bandes)

Eine erste Orientierungshilfe zur Abfolge der Ereignisse im Steinmüller-Universum ist in Band 1 das belletristisch gestaltete »Kurzinfo Weltraumkolonisation«; ausführlichere Daten bieten Tabellen »Zur Chronologie Speras« in Band 3 und »Zur Chronologie der Relativistischen Flotte« in Band 9. Wie bei unserem realen Weltall steht auch beim Steinmüller-Universum noch nicht fest, ob es nun in Raum und Zeit offen oder geschlossen ist und wie lange sich seine Expansion fortsetzt. Flach ist es jedenfalls nicht.

Fußnoten:

[1] »Niemand hatte die Absicht, eine Wurmloch-Odyssee zu schreiben«, erklärten die Steinmüllers apologetisch in der Vorbemerkung zu ebenjenem Band.

[2] Es ist das Andymon-Schiff, aber das erfuhren wir erst anno 2019 beiläufig in der Chronologie der Relativistischen Flotte.

[3] Als sie Andymon schrieben, wussten die Steinmüllers das selbst noch nicht; damals wollten sie vor allem ideologischen Pflichtübungen ausweichen, denn im FDJ-Verlag Neues Leben galt es als ausgemacht, dass die ganze Welt nach 2000 kommunistisch sein würde. Man kann das im Nachwort zu Andymon nachlesen, und zwar just in den nach 2000 erschienenen Ausgaben.

[4] Mehr zur Entstehungsgeschichte steht in den Anmerkungen zum Band Die Wurmloch-Odyssee.

(Dieser Beitrag erschien zuerst in Das Science Fiction Jahr 2019, Hirnkost Verlag, 2020)