{"id":2001,"date":"2023-05-08T11:11:29","date_gmt":"2023-05-08T09:11:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.memoranda.eu\/?page_id=2001"},"modified":"2023-05-08T11:11:29","modified_gmt":"2023-05-08T09:11:29","slug":"28-baende-sf-personality-in-26-jahren-hardy-kettlitz-im-interview","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.memoranda.eu\/?page_id=2001","title":{"rendered":"28 B\u00e4nde SF Personality in 26 Jahren: Hardy Kettlitz im Interview"},"content":{"rendered":"<p><em>Das nachfolgende Interview f\u00fchrte Udo Klotz im Herbst 2020 anl\u00e4sslich des 28. Bandes der Reihe <a href=\"https:\/\/www.memoranda.eu\/?page_id=19\">SF PERSONALITY<\/a>.\u00a0 Urspr\u00fcnglich erschien das Interview auf <a href=\"https:\/\/www.tor-online.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">TOR ONLINE<\/a>, ist dort jedoch nicht mehr verf\u00fcgbar.\u00a0Hardy Kettlitz gibt seit 26 Jahren diese besondere Bio-\/Bibliographie-Reihe heraus und ist auch Autor vieler der bislang 28 B\u00e4nde.<\/em><\/p>\n<p><strong>Hallo Hardy, Deine <em>SF Personality<\/em> Reihe verfolgt den ungew\u00f6hnlichen Ansatz, alle Werke eines Autors oder einer Autorin zu besprechen und zusammen mit einer kurzen Biographie dem Leser in einem Buch vorzustellen. Wie kam es zu dieser Idee?<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.memoranda.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/SFP1_Leinster.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2004\" src=\"https:\/\/www.memoranda.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/SFP1_Leinster-213x300.jpg\" alt=\"\" width=\"213\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.memoranda.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/SFP1_Leinster-213x300.jpg 213w, https:\/\/www.memoranda.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/SFP1_Leinster-727x1024.jpg 727w, https:\/\/www.memoranda.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/SFP1_Leinster-768x1082.jpg 768w, https:\/\/www.memoranda.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/SFP1_Leinster-1090x1536.jpg 1090w, https:\/\/www.memoranda.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/SFP1_Leinster-1453x2048.jpg 1453w, https:\/\/www.memoranda.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/SFP1_Leinster-1320x1860.jpg 1320w, https:\/\/www.memoranda.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/SFP1_Leinster.jpg 1740w\" sizes=\"(max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/><\/a>Urspr\u00fcnglich hatte ich nicht vor, eine Buchreihe herauszugeben, sondern mich nur mit einem einzigen Autor zu besch\u00e4ftigen, von dem ich in meiner Jugend eine ganze Reihe von Heftromanen gelesen hatte, n\u00e4mlich mit dem 1896 geborenen Murray Leinster. 1993 hatte ich in einem Science-Fiction-Antiquariat in London einen ganzen Stapel alter Pulp-Magazine entdeckt und gekauft, in denen jeweils Kurzgeschichten von ihm enthalten waren. Je mehr ich mich mit Leinster besch\u00e4ftigte, desto interessanter fand ich ihn. Nicht wegen der literarischen Qualit\u00e4t der Geschichten, sondern weil er zu den Pionieren der fr\u00fchen Pulp-\u00c4ra geh\u00f6rte und \u00e4hnlich wie <a href=\"https:\/\/www.memoranda.eu\/?page_id=133\">Edmond Hamilton<\/a> eine erstaunlich kreative \u2013 wenn auch naive \u2013 Phantasie zeigte. Herausgekommen ist dabei ein 60 Seiten umfassendes Heft, das ich damals als Sonderheft zu unserem Magazin ALIEN CONTACT ver\u00f6ffentlichte. Es trug noch nicht einmal die Nummer 1, aber noch im selben Jahr schrieb ich bereits eine zweite Ausgabe, diesmal \u00fcber das Autorenehepaar C. L. Moore und Henry Kuttner.<\/p>\n<p><strong>Hattest Du damals schon die Vision, dieses Projekt \u00fcber Jahrzehnte zu verfolgen und damit nach und nach eine umfangreiche Reihe zu erstellen?<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcber kommende Jahrzehnte hatte ich damals nicht nachgedacht, aber ich hatte durchaus vor, noch einige weitere B\u00e4nde zu verfassen. F\u00fcr die ersten B\u00e4nde haben wir uns zumeist Autoren ausgew\u00e4hlt, deren Werk nicht allzu umfangreich ist, wie zum Beispiel Leigh Brackett, Edgar Pangborn, Cordwainer Smith oder George R. R. Martin, an dessen \u00bbLied von Eis und Feuer\u00ab damals noch nicht zu denken war. In den vier Jahren von 1994 bis 1997 erschienen immerhin neun Ausgaben, danach wurden die Abst\u00e4nde gr\u00f6\u00dfer, weil wir uns ambitioniertere Projekte vorgenommen hatten. Und ich will ganz ehrlich sein, die SF-Personality-Reihe ist auch eher ein \u00bbNebenhobby\u00ab, da ich \u00fcber die Jahre hinweg in viele andere Magazin- und Buchprojekte bei Edition Avalon, Shayol, Golkonda und neuerdings bei Festa und Memoranda eingebunden war und bin.<\/p>\n<p><strong>Du hast schon sehr fr\u00fch Mitstreiter gefunden, die einzelne B\u00e4nde allein oder mit dir zusammen erstellt haben. Wie hast Du sie <\/strong><strong>\u00bbrekrutiert<\/strong><strong>\u00ab und wie gestaltet sich die Zusammenarbeit? <\/strong><\/p>\n<p>Eigentlich habe ich sie am Anfang gar nicht rekrutiert, sondern sie sind auf mich zugekommen und wollten selbst einzelne Ausgaben verfassen. Das hat mich nat\u00fcrlich sehr gefreut, und so entstanden zum Beispiel Ausgaben \u00fcber William Tenn, Gustav Meyrink und Marion Zimmer Bradley. Die ersten echten Zusammenarbeiten waren B\u00e4nde \u00fcber Michael Moorcock und Jack Vance. Daf\u00fcr haben sich die Co-Autoren zusammengesetzt, wir haben eine Werkliste zusammengestellt und dann die einzelnen Romane und Erz\u00e4hlungen untereinander aufgeteilt. Es ist mir wichtig zu betonen, dass wir alle besprochenen Werke tats\u00e4chlich gelesen und nur erg\u00e4nzend auf Sekund\u00e4rliteratur zur\u00fcckgegriffen haben.<\/p>\n<p>Irgendwann im Jahr 2004 meldete sich Christian Hoffmann bei mir und schicke ein Manuskript \u00fcber John Sladek. Ich kannte Christian schon einige Jahre zuvor, weil ich Ende der 1990er-Jahre eine Erz\u00e4hlung von ihm in ALIEN CONTACT ver\u00f6ffentlicht hatte. Jedenfalls entwickelte sich aus diesem Kontakt eine langj\u00e4hrige Freundschaft und Zusammenarbeit, aus der bisher drei gemeinsame B\u00fccher entstanden sind, n\u00e4mlich \u00fcber Fritz Leiber, Robert Sheckley und zuletzt \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.memoranda.eu\/?page_id=797\">Harry Harrison<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Nach welchen Kriterien w\u00e4hlst Du die Autoren aus? <\/strong><\/p>\n<p>Eine SF-Personality-Ausgabe zu erstellen bedeutet eine Menge Arbeit. Man muss viel Zeit investieren und oftmals Tausende Seiten lesen. Daher w\u00e4hlte ich mir Autoren aus, deren Gesamtwerk ich gelesen haben will und von denen ich mir f\u00fcr mich pers\u00f6nlich Lesespa\u00df verspreche. Zum Beispiel, s\u00e4mtliche Kurzgeschichten von Robert Sheckley zu lesen, war eine gro\u00dfe Freude, ebenso das Gesamtwerk von <a href=\"https:\/\/www.memoranda.eu\/?page_id=1087\">Ray Bradbury<\/a>. Es gibt eine Reihe eher wissenschaftlich oder technisch orientierte Autoren, deren Werk mich weniger interessiert, um die mache ich dann eher einen Bogen.<\/p>\n<p>Manchmal stimmt es mich traurig, wenn ich mich mit j\u00fcngeren SF-Leser unterhalte und sie noch nie von Schriftstellern wie Clifford D. Simak, Jack Vance oder Alfred Bester geh\u00f6rt haben, einfach weil diese Autoren seit Jahrzehnten so gut wie nicht mehr in Deutschland verlegt werden. Dabei gibt es auch bei \u00e4lteren Autoren eine Menge Interessantes zu entdecken. Ich habe die Hoffnung, durch die SF-Personality-Reihe ein St\u00fcck weit die Erinnerung an die Wegbereiter des SF-Genres wach zu halten.<\/p>\n<p><strong>Ist das nicht eine sehr herausfordernde Vorgabe, dass alle Werke eines Autors oder einer Autorin vorgestellt werden sollen, inklusive der nicht ins Deutsche \u00fcbersetzten? Hat das auch schon mal dazu gef\u00fchrt, ein Projekt nicht zu machen?<\/strong><\/p>\n<p>In den ersten zehn Jahren der Reihe war es schlicht nicht m\u00f6glich, alle nicht \u00fcbersetzten Werke eines Autors zu finden, sodass haupts\u00e4chlich die ins Deutsche \u00fcbertragenen Romane und Erz\u00e4hlungen vorgestellt wurden. Auch heute, in Zeiten von E-Books und Online-Antiquariaten, kann man nicht jede in einem obskuren Fanzine oder Pulp-Magazin erschienene Geschichte auftreiben. Aber seit Band 15 (erschienen 2004) wurden auch die meisten nicht \u00fcbersetzten Werke der jeweiligen Autoren vorgestellt.<\/p>\n<p>Ein Projekt nicht umzusetzen, weil nicht alle Werke vorlagen oder \u00fcbersetzt waren, ist mir noch nicht passiert. Es dauert dann einfach nur l\u00e4nger als urspr\u00fcnglich geplant. An dem Buch \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.memoranda.eu\/?page_id=1791\">Isaac Asimov<\/a> habe ich zehn Jahre gearbeitet. Nat\u00fcrlich nicht hintereinander, denn \u00fcber lange Zeit hinweg nur Asimov zu lesen macht auch keinen Spa\u00df. Aber es gibt mehrere andere Autoren, die sich umfangreiche Werke einzelner Schriftsteller vorgenommen haben und dann einfach an der Menge des Lesestoffs und der Recherche- und Schreibarbeit gescheitert sind. Ich werde hier nat\u00fcrlich keine Namen nennen. Aber das ist der Grund, warum zum Beispiel bisher kein Buch \u00fcber John Brunner oder Arthur C. Clarke erschienen ist.<\/p>\n<p><strong>Welches Komplettwerk war am schwierigsten zu dokumentieren und zu besprechen, welcher SF Personality Band hat Dich vor die gr\u00f6\u00dften Herausforderungen gestellt?<\/strong><\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung war zweifellos <a href=\"https:\/\/www.memoranda.eu\/?page_id=1791\">Isaac Asimov<\/a>. Dessen Werk ist so unglaublich umfangreich, dass allein das Lesen viele Jahre gedauert hat. Dabei habe ich haupts\u00e4chlich nur die SF-Werke von ihm gelesen, aber auch die Krimis, Fantasy-Geschichten und einige Sachb\u00fccher. Aber es hat sich f\u00fcr mich gelohnt. Asimov mag nicht der begnadetste Stilist gewesen sein, aber er war zweifellos ein hochintelligenter Mann mit zahllosen \u00fcberraschenden Ideen und der begnadeten F\u00e4higkeit, komplizierte Sachverhalte allgemeinverst\u00e4ndlich zu erl\u00e4utern.<\/p>\n<p><strong>Die ersten B\u00e4nde erschienen noch als Fanzine, inzwischen sind es umfangreiche B\u00fccher. 1994 war das Internet noch neu und es gab keine Autorenwebseiten oder umfangreiche Onlinedatenbanken, heute findest Du zu vielen Novellen und Romanen Rezensionen im Netz. Wie hat sich die Arbeitsweise \u00fcber die fast drei Jahrzehnte ver\u00e4ndert?<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.memoranda.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/SFP-Sammelband.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2005\" src=\"https:\/\/www.memoranda.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/SFP-Sammelband-213x300.jpg\" alt=\"\" width=\"213\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.memoranda.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/SFP-Sammelband-213x300.jpg 213w, https:\/\/www.memoranda.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/SFP-Sammelband-727x1024.jpg 727w, https:\/\/www.memoranda.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/SFP-Sammelband-768x1082.jpg 768w, https:\/\/www.memoranda.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/SFP-Sammelband-1090x1536.jpg 1090w, https:\/\/www.memoranda.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/SFP-Sammelband-1453x2048.jpg 1453w, https:\/\/www.memoranda.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/SFP-Sammelband-1320x1860.jpg 1320w, https:\/\/www.memoranda.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/SFP-Sammelband.jpg 1740w\" sizes=\"(max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/><\/a>Am Anfang jedes Projektes stehen das Sammeln von bibliografischen Daten und nat\u00fcrlich die Beschaffung der entsprechenden Werke. Das war in den 1990er-Jahren noch deutlich komplizierter als heute. Es gab eine Serie von britischen Bibliografien mit dem Titel \u00bbGalactic Central\u00ab, die von 1980 bis 2006 mit rund 200 Ausgaben erschienen ist, zusammengestellt von Gordon Benson Jr. und Phil Stephensen-Payne. Ich hatte bei mehreren Besuchen in London einen ganzen Stapel dieser Bibliografien gekauft und \u00fcber Jahre hinweg losen E-Mail-Kontakt mit Phil Stephensen-Payne, der mich mit ben\u00f6tigten Informationen versorgt hat. Au\u00dferdem verf\u00fcge ich \u00fcber eine umfangreiche Sammlung englischsprachiger Sekund\u00e4rliteratur und Fanzines, die ich auch heute noch nutze. Nat\u00fcrlich hat das Internet vieles einfacher gemacht, nicht nur bei der Recherche bibliografischer und biografischer Daten, sondern vor allem auch bei der Beschaffung von Texten. W\u00e4hrend es in den 1990er-Jahren sehr teuer war und Wochen gedauert hat, einen Stapel B\u00fccher aus den USA zu bestellen, gibt es heute die meisten SF-Klassiker in g\u00fcnstigen E-Book-Ausgaben. Und viele Fanzines und Pulp-Magazine sind auch im Internet zu finden, dank solcher Organisationen wie The Fanac Fan History Project oder archive.org. Die zuverl\u00e4ssigsten Quellen sind schlie\u00dflich immer noch die Originaltexte, auch wenn Sachbuchautoren wie Everett F. Bleiler, Mike Ashley, John Clute oder Brian W. Aldiss Bahnbrechendes f\u00fcr die Aufarbeitung der Geschichte des Genres geleistet haben.<\/p>\n<p><strong>Die einzelnen B\u00e4nde sind sehr \u00e4hnlich strukturiert. Gab es inhaltlich auch Ver\u00e4nderungen, Verbesserungen oder andere Schwerpunkte \u00fcber die Jahre hinweg?<\/strong><\/p>\n<p>Zweifellos. Wie schon erw\u00e4hnt, standen im Laufe der Jahre bessere Recherchequellen zur Verf\u00fcgung. Hilfreich ist es nat\u00fcrlich auch, wenn Autobiografien der betreffenden Autoren existieren, aus denen man quasi aus erster Hand Hintergrundinformationen zu Leben und Werk extrahieren kann. Besonders lesenswert sind \u00fcbriges die Autobiografien von Isaac Asimov, Frederik Pohl und Harry Harrison, da diese drei nicht nur Autoren waren, sondern auch Herausgeber von Anthologie und Magazinen und in der SF-Szene sehr gut vernetzt waren, demzufolge auch viel dar\u00fcber zu erz\u00e4hlen hatten.<\/p>\n<p>In einigen neueren Ausgaben gibt es neben den Werkbesprechungen auch Gastbeitr\u00e4ge anderer Autoren. So ist im neuen Buch \u00fcber Harry Harrison beispielsweise ein Text von John Clute sowie die Erstver\u00f6ffentlichung eines Harrison-Interviews von Arno Behrend enthalten.<\/p>\n<p>Eine weitere wichtige Verbesserung \u00fcber die Jahre hinweg sind die Bibliografien in den SF-Personality-Ausgaben. Anfangs waren sie sehr kurz gefasst, aber in den neueren Ausgaben sind die Bibliografien, die jeweils im Anhang zu finden sind, deutlich detaillierter. Daf\u00fcr greifen wir seit Ausgabe 25 auf das Wissen von Joachim K\u00f6rber zur\u00fcck, der \u00fcber viele Jahre hinweg Daten f\u00fcr das \u00bbBibliographische Lexikon der utopisch-phantastischen Literatur\u00ab gesammelt hat.<\/p>\n<p><strong>Wie war das Feedback bislang? Was hat Dich motiviert, immer weiter zu machen?<\/strong><\/p>\n<p>Das Feedback war \u00fcberwiegend positiv. Manchmal melden sich Leser und bedanken sich f\u00fcr die Tipps und Leseanregungen in den B\u00fcchern oder wundern sich dar\u00fcber, was ein Autor noch so alles geschrieben hat, obwohl sie nur eine Handvoll Werke kannten. Eine sch\u00f6ne Anerkennung der Arbeit war auch, dass mir die deutschen SF-Schaffenden im Jahr 2002 den Kurd La\u00dfwitz Sonderpreis unter anderem f\u00fcr die Herausgabe der Reihe SF Personality zuerkannt haben. Meine haupts\u00e4chliche Motivation weiterzumachen ist aber die Neugierde auf so viele noch ungelesene B\u00fccher von Schriftstellern, die mich sehr interessieren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.memoranda.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/SFP_Z7.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1798\" src=\"https:\/\/www.memoranda.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/SFP_Z7.jpg\" alt=\"\" width=\"680\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.memoranda.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/SFP_Z7.jpg 680w, https:\/\/www.memoranda.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/SFP_Z7-300x110.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 680px) 100vw, 680px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Du hast 2002 einen Sammelband mit f\u00fcnf der fr\u00fchen SF Personality B\u00e4nde neu ver\u00f6ffentlicht und dieses Jahr den Band \u00fcber Kurt Vonnegut Jr. in einer erweiterten Neuauflage herausgegeben. Wird es weitere Nachauflagen geben? Versuchst Du, auch die alten B\u00e4nde vorr\u00e4tig zu halten?<\/strong><\/p>\n<p>Die B\u00e4nde bis Ausgabe 24 sind in Verlagen erschienen, die nicht mehr existieren, weshalb die leider nicht mehr lieferbar sind. Durch die Gr\u00fcndung des Memoranda Verlags im Januar 2020 habe ich die Buchreihe aber jetzt in eigener Hand. Lieferbar sind die B\u00fccher \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.memoranda.eu\/?page_id=133\">Edmond Hamilton<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.memoranda.eu\/?page_id=174\">J. G. Ballard<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.memoranda.eu\/?page_id=257\">Robert Silverberg<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.memoranda.eu\/?page_id=330\">James Tiptree Jr.<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.memoranda.eu\/?page_id=440\">Kurt Vonnegut Jr.<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.memoranda.eu\/?page_id=797\">Harry Harrison<\/a>. (Und inzwischen auch Neuausgaben \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.memoranda.eu\/?page_id=1791\">Isaac Asimov<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.memoranda.eu\/?page_id=1087\">Ray Bradbury<\/a>. Anmerkung H. K., 2023) Nach und nach werden auch weitere Neuausgaben folgen, aber das braucht Zeit.<\/p>\n<p><strong>Was erwartet uns in Zukunft? Welche Autoren und Autorinnen nimmst Du mit deinem Bibliographie-Team als n\u00e4chstes ins Visier? Ist f\u00fcr Band 30 etwas Besonderes geplant?<\/strong><\/p>\n<p>Seit einiger Zeit arbeite ich an einem Buch \u00fcber den SF-Pionier und Space-Opera-Mitbegr\u00fcnder Jack Williamson. Wann das fertig wird, wage ich aber noch nicht zu prognostizieren. Wenn alles klappt, erscheint auch bald SF Personality 29 \u00fcber Philip K. Dick. Vier weitere Ausgaben von vier unterschiedlichen Autoren sind ebenfalls in Arbeit. Welchem Schriftsteller Band 30 gewidmet ist, h\u00e4ngt davon ab, welcher Autor als erstes fertig wird. Lass dich also \u00fcberraschen und schau gelegentlich mal auf die Verlagshomepage www.memoranda.eu.<\/p>\n<p><strong>Herzlichen Dank!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das nachfolgende Interview f\u00fchrte Udo Klotz im Herbst 2020 anl\u00e4sslich des 28. Bandes der Reihe SF PERSONALITY.\u00a0 Urspr\u00fcnglich erschien das Interview auf TOR ONLINE, ist dort jedoch nicht mehr verf\u00fcgbar.\u00a0Hardy Kettlitz gibt seit 26 Jahren diese besondere Bio-\/Bibliographie-Reihe heraus und ist auch Autor vieler der bislang 28 B\u00e4nde. 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